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Crus bourgeois: ein Hoch der roten Bourgeosie!
Wein & Stil:
Zum modischen Repertoire des Snobs gehört die lässige Grandezza, mit der er die Namen großer Weine so nebenbei fallen lässt wie andere beim Kuchenessen bröseln. Seine Weinwelt ist eng, sie besteht aus den zwei Rothschilds, Romanèe-Conti und Pètrus nebst einigen modernistischen sogenannten Kultweinen à la Valandraud & Co. Schon der gewalti... > mehr

Lob der guten Hausmannskost
Ansichten:
Es heißt, das Gehirn sei so etwas wie ein Generalsekretariat des Menschen. Was er denkt, fühlt, empfindet, alles Leibliche und Seelische wird über die vielen Millionen grauen Zellen wahrgenommen und gesteuert. Das wird schon so sein, wer will der Wissenschaft widersprechen, aber man sollte auch seinem Bauch eine Menge zutrauen. Bis heute ist es ein Rätsel, woran es li... > mehr

Der Herbst: eine Ode mit Rilke
Der Herbst ist ein kulinarischer Tausendsassa
Zur ungenierten Sinnlichkeit des Herbstes, in dessen prallen Farben der Sommer noch einmal aufglüht, bevor er sich fröstelnd zurückzieht, gehören goldbraun gebratene Fasane, Rehkeulen, Hirschfilets und in Rotwein geschmorte Hasenrücken. Die Wildbretküche ist der große Saisonklassiker – und schon der Gedanke an einen geschmeidigen Spätburgunde... > mehr

Zeitgemäße Wildküche: Hautgout und Spicken sind passé
Der Herbst ist ein kulinarischer Tausendsassa
Zur ungenierten Sinnlichkeit des Herbstes, in dessen prallen Farben der Sommer noch einmal aufglüht, bevor er sich fröstelnd zurückzieht, gehören goldbraun gebratene Fasane, Rehkeulen, Hirschfilets und in Rotwein geschmorte Hasenrücken. Die Wildbretküche ist der große Saisonklassiker – und schon der Gedanke an einen geschmeidigen Spätburgunde... > mehr

Austern: klassische Lust aus dem Meer
Alles an dem Mann ist Hingabe. Leicht vornübergebeugt, mit sanft gewölbter Nase, sinnlich wie zum Kuß geschürztem Mund, einem Blick voller Sehnsucht und zugleich der beruhigenden, jede Nervosität bannenden Gewissheit, dass es bis zur Erfüllung nur einen Moment dauern wird, sitzt der von Honoré Daumier gezeichnete Austernfreund am Tisch. Es ist das pop... > mehr

Miesmuschel: gar nicht miese Meeresfrucht
Der Herbst ist ein kulinarischer Tausendsassa
Am Eßtisch ist schon mal zu hören, Miesmuscheln seien Austern für Arme. Das ist snobistisches Getue. Ein wertender Vergleich ist schon deshalb unstatthaft, weil Austern zumeist roh, die Miesmuschel hingegen vorzugsweise gekocht verzehrt wird, darüber hinaus auch gebacken, gratiniert oder gebraten. Der Gourmet schätzt das nussartige, fleischig-milde Aroma der Mies... > mehr

Weiße Trüffel: Krönung der kulinarischen Lust zu sündigem Preis
Der Herbst ist ein kulinarischer Tausendsassa
Wenn die Herbstnebel durchs Piemont wabern, spitzt der Feinschmecker die Lippen, denn rund um Alba sind bis in den Dezember hinein die Trüffelsucher mit ihren Mischlingshunden auf der Jagd nach den weißen Knollen. Im Gegensatz zur schwarzen Trüffel, deren beste Zeit von Dezember bis März ist, hat die schrundige, milchteefarbene Piemont-Trüffel jetzt ihre Hochsais... > mehr

Earl Grey: die graue Eminenz des Schwarztees
Tee & Geist:
Es ist Lust und Last, über den Tee namens Earl Grey zu schreiben. Last, weil schätzungsweise 99 Prozent aller öffentlich servierten Earl Greys grobe Lackl sind, nämlich Blend genannte Mischungen aus Billigtees, die im Schnellverfahren mit dem chemisch hergestellten Aroma der Bergamotte parfümiert werden. Solcherart fabrizierter Earl Grey duftet nicht, er riecht nu... > mehr

Herbstliche Seelenmassage mit Ziegenkäse und Wein
Auwi’s Auslese:
Es ist kühl und die Seele fröstelt. Man sehnt sich nach Sonne wie Romeo nach Julia, aber die Natur schert sich nicht darum. Sie macht, was sie will – und mitunter kann sie im Herbst richtig abgefeimt sein.Damit das Gemüt an solchen grauen Tagen nicht ganz vom Lebensmast rutscht und die Melancholie, diese Art Heimweh nach sich selbst, in Grenzen bleibt, greifen erfahre... > mehr

Der Herbst duftet nach Einkehr, Braten und molligen Rotweinen
Wein & Saison:
Die Tage schrumpfen fröstelnd, Morgen und Abend rücken enger zusammen. In den Gärten sind die letzten Farben ausgelöscht. Es ist kalt und aus der blumenlos gewordenen Erde wachsen die Nächte dunkel empor. Der Herbst kann schon eine ernste Angelegenheit sein, mehr Bach als Mozart, aber bei aller Schwermut, die dieser Jahreszeit von Haus aus zu eigen ist: Sie hat au... > mehr

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