Bohnen wurden erstmals wohl vor ca. 7000 Jahren in Süd- und Mittelamerika kultiviert angebaut. In Europa wurden sie etwa zwischen 1500 und 1600 erstmals durch Spanier und Portugiesen eingeführt. Schwerpunkte des weltweiten Anbaus sind Europa und Ostasien. In Europa führen Italien, Frankreich und Spanien. Außerdem beziehen wir Bohnen aus den Niederlanden, der Türkei, Polen, sowie aus afrikanischen Ländern.
Bohnen sind die unreifen Früchte einiger Gattungen der Schmetterlingsblütler. Lässt man sie etwas heranreifen, dann bildet sich der Samen, die sogenannten Bohnenkerne und die Hülsen trocknen ein. Wenn sie frisch sind bezeichnet man die Kerne als Palbohnen, im getrockneten Zustand als Trockenkochbohnen. Bohnen sind nur gegart zum Verzehr geeignet. Bohnen dürfen nicht roh gegessen werden, sie enthalten Phasin, ein giftiges Eiweiß, welches beim Kochen zerfällt.
Bohnen enthalten Eiweiß, Kohlenhydrate, die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Spurenelemente, Provitamin A sowie die Vitamine der B-Gruppe, C und E.
Frische Bohnen sind ungewaschen in einem perforierten Kunstoffbeutel verpackt im Kühlschrank zwei bis drei Tage haltbar. Sie können blanchiert bis zu einem Jahr eingefroren werden.
Busch- oder Zwergbohne. Sie entfaltet sich buschartig, hat kurze und kräftige Stängel.
Stangen- oder Kletterbohne. Sie benötigt eine Stütze, besitzt lange und dünne Stängel. Beide Sorten sind je nach Unterart grün- oder gelbhülsig. Bohnen mit gelber Hülse heißen Wachsbohnen, Bohnen mit grüner Hülse Grüne Bohnen.
Schnittbohnen. Sie sind breit und flachhülsig, haben grobes, kräftiges Fleisch, dicke Kerne und meist einen dicken Faden. Sie müssen vor dem Kochen in feine Streifen geschnitten werden.
Brechbohnen. Sie haben runde, fleischige Hülsen. Die Fäden sind weggezüchtet, das Fleisch ist aromatisch und zart, die Kerne klein. Sie werden vor dem Kochen in Stücke gebrochen und eigenen sich als Gemüse, Suppeneinlage und Salatbohnen.
Prinzessbohnen. Eine Unterart der Brechbohnen. Sie haben kleine Hülsen mit zartem Fleisch und winzigen Kernen, werden im Ganzen gekocht und als Gemüse zu Fleisch serviert.
Keniabohnen Eine besonders dünne faden- und samenlose Delikatessgartenbohnensorte.
Wachs- oder Butterbohnen Brechbohnen mit gelben Hülsen deren Fleisch im Geschmack zarter ist als die grünen Brechbohnen. Sie eignen sich besonders für Salat.
Sau-, Pferde-, dicke -, große- oder Puffbohne. Sie gehören nicht zur Familie der Bohnen sondern sind Früchte einer Wickenart. Ihre Schalen lassen sich nicht mitessen.
Lima-Bohnen Sie sind sehr klein, geeignet für Salate und Gemüse.
Feuer Bohnen Große Kerne. Zerfallen oft beim Kochen, für Suppen und Mus.
Weiße Bohnen Crèmefarbene Abart der Schwarzen Bohne. Bei uns am Beliebtesten. Für Suppen, Salate und als Gemüse.
Wachtel Bohnen Größe und Form wie Wachteleier. Für Suppe und Salat.
Schwarze Bohnen Kräftiger Geschmack. Passt zu mexikanischen Gerichten.
Schwarze-Augen Bohnen In Griechenland beliebt. Wird für Salate verwendet.
Rote Bohnen, Kidney-Bohnen Für Baked Beans und andere amerikanische Gerichte.
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